Studie: Ärztinnen und Ärzte werden häufiger um Suizidassistenz gebeten

Eine aktuelle Studie der Universitätsmedizin Halle zeigt Veränderungen bei den Erfahrungen und Einstellungen von Ärztinnen und Ärzten zur Suizidassistenz. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Deutsches Ärzteblatt International veröffentlicht.

Für die Untersuchung wurden 2024 insgesamt 609 Ärztinnen und Ärzte aus vier Bundesländern befragt. Die Ergebnisse wurden mit einer Befragung aus dem Jahr 2013 mit 734 Teilnehmenden verglichen.

Der Anteil der Befragten, die bereits um Sterbehilfe gebeten worden waren, stieg von 20,7 auf 27,8 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil derjenigen, die unsicher waren, ob sie selbst Suizidassistenz leisten würden, von 18,0 auf 32,3 Prozent.

Bei der Frage, ob Suizidassistenz zu den ärztlichen Aufgaben gehört, zeigte sich ein uneinheitliches Meinungsbild. Jeweils etwa ein Drittel der Befragten stimmte zu, lehnte dies ab oder war unentschlossen.

Die Untersuchung basiert auf zwei Befragungen unterschiedlicher Teilnehmergruppen. Die Ergebnisse sind deshalb nicht ohne Weiteres auf die gesamte Ärzteschaft übertragbar.

Quellen: Universitätsmedizin Halle, 28. Oktober 2026; Sommerlatte et al. (2026), End of life practices in Germany before and after changing the law on assisted suicide, Deutsches Ärzteblatt International, DOI: 10.3238/arztebl.m2026.0133.

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