Eine am 28. Oktober 2026 in JAMA Psychiatry veröffentlichte randomisierte Studie untersucht das Gruppenprogramm Mindfulness-Oriented Recovery Enhancement (MORE) bei Menschen mit Opioidabhängigkeit. Das Programm verbindet Achtsamkeit, die Neubewertung drogenbezogener Reize und die bewusste Wahrnehmung positiver Erfahrungen.
Verglichen wurde MORE mit einer unterstützenden psychoedukativen Behandlung. Beide Angebote umfassten acht wöchentliche Gruppensitzungen von jeweils zwei Stunden.
Die zentrale Auswertung zur Hirnaktivität schloss 59 Personen ein. Unter MORE zeigten sich gegenüber der Vergleichsgruppe Veränderungen bei der Verarbeitung drogenbezogener und natürlicher Belohnungsreize. Bestimmte Veränderungen waren mit geringerem Suchtdruck verbunden. In der Nachbeobachtung mit 38 Personen wurde außerdem eine längere Abstinenzdauer berichtet.
Der primäre Endpunkt betraf die funktionelle Bildgebung; Suchtdruck und Abstinenzdauer waren sekundäre Endpunkte. Die kleine Stichprobe und die nochmals kleinere Nachbeobachtungsgruppe begrenzen die Aussagekraft für die breite Versorgung. Die Autoren untersuchen MORE als ergänzenden Ansatz zur medikamentösen Behandlung.
Quelle: Huang et al., JAMA Psychiatry, Originalstudie, veröffentlicht am 28. Oktober 2026. DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2026.3388.