Die Psychiatrischen Institutsambulanzen in Saffig und am St. Elisabeth Lahnstein verstärken die aufsuchende Behandlung älterer Menschen in Senioreneinrichtungen. Das berichtet die BBT-Gruppe in einer Mitteilung vom 28. Oktober 2026. Das Angebot soll insbesondere Menschen erreichen, denen eingeschränkte Mobilität oder kognitive Beeinträchtigungen den Zugang zur psychiatrischen Versorgung erschweren.
Im Mittelpunkt stehen Bewohnerinnen und Bewohner mit Demenzerkrankungen und begleitenden psychischen Symptomen sowie Menschen mit Depressionen oder psychotischen Erkrankungen. Die Teams betreuen bereits mehrere Einrichtungen, darunter die Seniorenzentren Maria vom Siege in Plaidt und St. Josef in Münstermaifeld.
Die Besuche erfolgen regelmäßig und richten sich nach dem individuellen Behandlungsbedarf. Voraussetzung ist eine ärztliche Überweisung. Verantwortlich für die Weiterentwicklung des Angebots ist Stefanie Dierkes, ärztliche Leiterin der beiden Institutsambulanzen.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die Zusammenarbeit mit Pflegekräften, Hausärzten und Angehörigen. Beobachtungen aus dem Pflegealltag sollen helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Behandlungen anzupassen. Dazu gehört auch, Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten im Blick zu behalten.
Ziel ist eine wohnortnahe Versorgung, die belastende Wege reduziert und nach Möglichkeit Krankenhausaufenthalte vermeidet. Zahlen zu Behandlungsergebnissen oder tatsächlich vermiedenen stationären Aufnahmen nennt die Mitteilung nicht.
Quelle: BBT-Gruppe: „Für eine bessere psychiatrische Versorgung im Alter“, 28. Oktober 2026.