Tarifkonflikt in niederländischer Psychiatrie: Gewerkschaften stellen Ultimatum

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In den Niederlanden droht ein Arbeitskampf in der psychiatrischen Versorgung. Nach gescheiterten Tarifverhandlungen haben mehrere Gewerkschaften den Arbeitgebern eine Frist bis zum 9. November 2026 gesetzt.

Die Gewerkschaft FBZ teilte am 2. November mit, dass die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für Beschäftigte der psychiatrischen Versorgung (Cao GGZ) nach acht Verhandlungsrunden gescheitert seien. Die Gewerkschaften fordern ein verbessertes Angebot bis Montag, 9. November, 12 Uhr. Andernfalls stellen sie Arbeitskampfmaßnahmen in Aussicht.

Das letzte Arbeitgeberangebot sieht strukturelle Gehaltserhöhungen von 2,2 Prozent zum 1. Juli 2027 und 2,5 Prozent zum 1. Juli 2028 vor. Außerdem sollen unter anderem Fahrtkostenerstattungen verbessert und ein individuelles Budget für die Beschäftigten erhöht werden.

Die Arbeitgeberorganisation de Nederlandse ggz bezeichnet das Angebot als Ausschöpfung der verfügbaren finanziellen Spielräume. Die Gewerkschaften kritisieren dagegen insbesondere die verspäteten Gehaltserhöhungen, die unzureichende Kaufkraftentwicklung und Regelungen zur Vergütung zusätzlicher Arbeitsstunden.

Der neue Tarifvertrag soll den Zeitraum vom 1. August 2026 bis Ende 2028 abdecken. Ob eine Einigung noch erreicht werden kann, ist offen.

Quellen: FBZ – Ultimatum vom 2. November 2026 · De Nederlandse ggz – Arbeitgeberangebot vom 27. Oktober 2026 · De Nederlandse ggz – Vollständiges Tarifangebot


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