Studie: Digitale Gesundheitsanwendungen bei psychischen Erkrankungen werden häufig nicht abgeschlossen

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Eine deutsche Untersuchung zur Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) bei psychischen Erkrankungen zeigt Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Insgesamt 58,4 Prozent der befragten Nutzerinnen und Nutzer mit entsprechenden Angaben berichteten, ihr Anwendungsprogramm abgeschlossen zu haben. Bei jüngeren Erwachsenen lag dieser Anteil niedriger.

Jüngere Nutzer schließen Programme seltener ab

Für die am 29. Oktober 2026 im Journal of Medical Internet Research veröffentlichte Studie wurden Versicherte der Techniker Krankenkasse befragt. Insgesamt gingen Angaben von 1.413 Personen in die Untersuchung ein, darunter 769 DiGA-Nutzer und 644 Personen ohne bisherige Nutzung.

Von 700 Nutzern mit entsprechenden Angaben berichteten 409 (58,4 Prozent), ihr Programm abgeschlossen zu haben. Bei den 18- bis 40-Jährigen waren es 44,4 Prozent, bei den mindestens 61-Jährigen hingegen 75,9 Prozent. Eine aktive Nutzung von mindestens fünf Wochen gaben 487 von 687 Nutzern (70,9 Prozent) an.

Motivation und Individualisierung als Herausforderungen

Als häufigste Gründe für einen nicht erfolgten Programmabschluss nannten Befragte mangelnde Motivation und eine unzureichende Anpassung der Anwendung an ihre persönlichen Bedürfnisse.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine DiGA-Verordnung nicht automatisch eine kontinuierliche Nutzung bedeutet. Unterstützungsangebote und eine stärkere Individualisierung könnten nach Einschätzung der Forschenden zur Verbesserung der Nutzung beitragen.

Die Befragung wurde 2024 durchgeführt und beruht auf Selbstauskünften. Sie erlaubt keine Aussagen über die klinische Wirksamkeit der Programme oder darüber, ob das Lebensalter ursächlich für die Unterschiede beim Programmabschluss ist.

Quelle: Höfer K. et al. (2026): Digital Health Applications for Mental Disorders in Germany Among Users and Nonusers on Actual and Intended Use, Self-Reported Completion, and Reasons for Discontinuation: Cross-Sectional Survey. Journal of Medical Internet Research, 28, e99464. Originalstudie (DOI: 10.2196/99464).

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Verantwortung für den Inhalt trägt die Redaktion von Psychiatrie-News.de.

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