6. November 2026 | Personal & Krankenhausfinanzierung
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Marburger Bund haben sich nach sechs Verhandlungsrunden auf einen neuen Tarifabschluss für Ärztinnen und Ärzte verständigt. Die Einigung vom 4. November 2026 sieht Gehaltssteigerungen von insgesamt 5,4 Prozent sowie Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen vor.
Gehaltssteigerungen in zwei Schritten
Die Tabellenentgelte steigen rückwirkend zum 1. Juli 2026 um 2,95 Prozent und zum 1. Dezember 2027 um weitere 2,45 Prozent. Unter Berücksichtigung der verbesserten Zeitzuschläge beziffert der Marburger Bund das Gesamtvolumen der Entgeltverbesserungen auf 7,15 Prozent.
Vereinbart wurden außerdem höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Überstundenarbeit sowie eine Neuregelung des Zusatzurlaubs. Neue Möglichkeiten zum Aufbau von Arbeitszeitguthaben sollen längere bezahlte Freistellungen ermöglichen.
Zusätzliche ärztliche Stellen vereinbart
Für 2027 wurde ein Personalaufbau um 40 ärztliche Stellen vereinbart. Sollte dieser nicht erreicht werden, ist eine zusätzliche lineare Gehaltssteigerung von einem Prozent vorgesehen.
Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2028 und steht noch bis zum 30. November 2026 unter Gremienvorbehalt.
Einordnung: Der Abschluss verbindet Entgeltsteigerungen mit konkreten Personal- und Arbeitszeitregelungen. Für die Krankenhaussteuerung sind insbesondere die zusätzlichen Personalkosten und die vereinbarten Personalaufbauziele von Bedeutung. Eine unmittelbare Übertragung auf andere Krankenhausträger ist nicht möglich.
Quelle: Marburger Bund Berlin/Brandenburg, Pressemitteilung vom 5. November 2026.