Die psychische Gesundheit und soziale Verbundenheit sollten bei der Vorbereitung auf künftige Krisen stärker berücksichtigt werden. Das empfiehlt ein am 29. Oktober veröffentlichter niederländischer Abschlussbericht, der fünf Jahre Forschung zu den Folgen der Coronapandemie zusammenführt.
Nach Angaben des beteiligten Forschungsinstituts RIVM wurden insbesondere junge Menschen, Personen mit niedrigem Einkommen und Menschen mit bereits bestehenden psychischen Problemen stark belastet. Die Pandemie beeinträchtigte sowohl das persönliche Wohlbefinden als auch die Verbundenheit mit anderen Menschen.
Die Forschenden empfehlen ein Monitoringsystem, das sich bei Krisen schnell ausbauen lässt. Es soll neben gesundheitlichen Beschwerden auch das Wohlbefinden und die soziale Gesundheit erfassen. Diese Aspekte sollten zudem bei Entscheidungen über Krisenmaßnahmen berücksichtigt werden.
Der Bericht entstand im Netzwerk GOR unter Beteiligung von RIVM, Nivel, den niederländischen Gesundheitsdiensten und dem ARQ Nationalen Psychotraumazentrum. Grundlage sind Untersuchungen aus den Jahren 2021 bis 2025.
Quellen: RIVM: Wohlbefinden und sozialer Zusammenhalt als Grundlage einer krisenfesten Gesellschaft (29. Oktober 2026); Nivel: Publikationsverzeichnis, Abschlussbericht „Welzijn en maatschappelijke weerbaarheid in beeld“ (29. Oktober 2026).