Bremer Klinikverbund plant Umbau – Bremen-Ost soll psychiatrischer Schwerpunktstandort werden

Der kommunale Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (GeNo) plant eine grundlegende Neuordnung seiner vier Krankenhausstandorte. Das Klinikum Bremen-Ost soll sich künftig auf die Behandlung psychischer Erkrankungen einschließlich der Forensik konzentrieren. Somatische Leistungen sollen an andere Standorte verlagert werden.

Das Sanierungskonzept, das am 23. Oktober 2026 dem Aufsichtsrat vorgestellt wurde, sieht zudem den Abbau von rund 500 Stellen im gesamten Klinikverbund vor. Diese Zahl bezieht sich nicht allein auf die Psychiatrie. Hintergrund sind Kostensteigerungen, rückläufige stationäre Behandlungszahlen und erhebliche wirtschaftliche Defizite. Für 2026 wird eine Finanzlücke von rund 20 Millionen Euro berichtet, für 2027 werden bis zu 40 Millionen Euro befürchtet.

Der Bremer Koalitionsausschuss erklärte am 24. Oktober, eine Insolvenz verhindern zu wollen, und forderte einen Vorschlag zur Finanzierung und Kontrolle der Sanierung. Die konkrete Standortneuordnung ist damit noch nicht endgültig beschlossen. Für den 27. Oktober war eine Befassung des Senats vorgesehen.

Die Planung wirft insbesondere Fragen zur regionalen Erreichbarkeit somatischer Angebote und zur Zusammenarbeit zwischen psychiatrischen und somatischen Fachabteilungen auf.

Quellen: Deutsches Ärzteblatt/dpa, 26.10.2026; Gemeinsame Mitteilung der Bremer Koalitionsparteien, 24.10.2026.

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